
Mobiltelefonieren im Audi - eine Erfolgsgeschichte
Audi Connectivity: Integration und Schnittstellen für Multimedia. Mobil telefonieren erlebte in den letzten zehn Jahren weltweit einen beispiellosen Boom. Die Zahl der Mobilfunknutzer stieg inzwischen weltweit auf über eine Milliarde (Stand 2004), davon 434 Millionen in Europa mit wiederum 60 Millionen in Deutschland. Rund 80 Prozent der Deutschen besitzen heute ein Mobiltelefon. Bis 2010 soll die Zahl der Mobiltelefonnutzer weiter auf weltweit rund 2.5 Milliarden, davon rund 640 Millionen in Europa, steigen.
Das Mobiltelefon ist neben den Festnetztelefonen zu Hause und am Arbeitsplatz zum zentralen Kommunikationsmittel für unterwegs geworden. Studien belegen, dass - gerade im geschäftlichen Umfeld - ein erheblicher Teil der Gespräche auch aus dem Auto geführt wird. In Deutschland ist seit Februar 2001 das Telefonieren im Auto ohne Freisprechanlage verboten und wurde seit April 2001 mit 30 Euro Bußgeld belegt. Ab April 2004 stieg das Bußgeld auf 40 Euro bei einem zusätzlichen Strafpunkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. In den meisten anderen europäischen Ländern gelten vergleichbare Regelungen mit teilweise empfindlich höheren Bußgeldern von bis zu 150 Euro. Statistiken der Flensburger Bußgeldstelle zeigen jedoch, dass die deutschen Autofahrer trotzdem ihr Handy im Auto ohne Freisprechanlage benutzen, offensichtlich aus Bequemlichkeit oder mangels geeigneter Einbindung ins Fahrzeug. Das erklärt die Notwendigkeit, den Kunden eine optimale und flexible Freisprech-lösung anzubieten. Neben den "klassischen" Festeinbautelefonen bot die AUDI AG bereits 1996 ab Werk eingebaute Freisprechanlagen an. Aus Gründen der Kompatibilität war sie nur für einen speziellen Handytyp ausgelegt. Das Handy und die dazu passende Adapterschale wurden zusammen mit dem Auto ausgeliefert.
Mitte 1998 führte Audi als erster deutscher Automobilhersteller eine universelle Freisprechanlage ein. Die fürs Freisprechen erforderliche Infrastruktur mit Mikrofon, Lautsprecher, Außenantenne, Steuergerät und Handy-Halteplatte ist bereits ab Werk im Auto verbaut. Als Audi-Originalzubehör wurden dazu eine Auswahl an Handyadapter für gängige Business-Mobiltelefone angeboten. Dieses System der ersten Generation verfügte noch nicht über Fernsteuerfunktionen für das Telefon, so dass der Handyhalter immer im Sicht- und Griffbereich des Fahrers verbaut werden musste. Aus Designaspekten, aber auch um das Diebstahlrisiko zu reduzieren, wurde schon bald darüber nachgedacht, die Mobiltelefone verdeckt zu verbauen, beispielsweise im Ablagefach der Mittelarmlehne. Damit ist aber auch eine Fernsteuerung der wichtigsten beim Fahren benötigten Telefonfunktionen erforderlich. Doch auch aus ergonomischen Gründen bietet sich dies an, denn die Tastaturen der Mobiltelefone wurden immer kleiner und damit gerade im Auto schlecht bedienbar. Mangels Standardisierung der Handyschnittstellen wurden neue Wege beschritten, um den Kunden die gewünschte Funktionalität für die gängigen Handymodelle anbieten zu können. Aus diesen Anforderungen wurde das Konzept für die zweite Generation der universellen Handyvorbereitung abgeleitet: Dem Kunden sollte ein möglichst flexibles System angeboten werden. Die AUDI AG entschied sich damals richtungsweisend für ein "hybrides" System. Neben dem Anschluss über die klassische verkabelte Handyschnittstelle wurde erstmals auch die drahtlose Bluetooth-Technologie mit dem so genannten "Handsfree-Profile" zur Anbindung von Mobiltelefonen eingesetzt.
Bluetooth - von der Idee zum Erfolg
Bluetooth steht für einen offenen und weltweit gültigen Standard zur drahtlosen Nahbereichskommunikation für Sprache und Daten im lizenzfreien 2.4 GHz-Frequenzband. Die BluetoothTM Special Interest Group (SIG) hat dazu eine umfangreiche Spezifikation herausgegeben. Das System ermöglicht, einfach und schnell Verbindungen zwischen einer Vielzahl von verschiedenen Geräten herzustellen. Die ursprüngliche Idee war, einen standardisierten “Kabelersatz” zwischen einem breiten Spektrum von mobilen Geräten wie zum Beispiel Handy, Kopfhörer, Computer, Laptop oder PDA zu schaffen. Damit sollte das Problem der klassischerweise gerätebezogenen und inkompatiblen Schnittstellen gelöst werden. Auch in der von schnellen Innovations- und Produktentwicklungszyklen geprägten Mobiltelefonbranche dauerte es von der offiziellen Gründung der BluetoothTM-SIG im Jahre 1998 bis Ende 2000, bis das erste serienreife Mobil-telefon mit integrierter Bluetooth-Headset-Profil verfügbar war. Erst Ende 2001 war das erste Großserien-Business-Telefon mit dem Handsfree-Profil am Markt erhältlich. Ende 2002 gab es dann acht, ein Jahr später schon 28, Ende 2004 dann 78 und aktuell im Mai 2005 115 Mobiltelefonplattformen mit oftmals mehreren Modellvarianten mit Handsfree-Profil.
Bei Audi hat die Zukunft des mobilen Informationsaustausches bereits begonnen
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